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Aktuelles aus Kenia - Besuche in Kenia - Aktivitäten des Vereins

Besuche in Kenia

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März 2007

Reisebericht
Alexandra P. und Julia S. besuchten im März für 2 Wochen das Heim und verbrachten viele schöne Stunden mit "unseren Kindern" von Wajibu-Wetu.


Während unseres Aufenthaltes lernten wir ein Paar aus Köln kennen, das sich sofort für unser Projekt interessierte uns spontan einen Tag mit uns und den Kindern verbrachte. Katrin (siehe Photo) und Ralf (hinter der Kamera) kamen- im wahrsten Sinne des Wortes- gut an bei unseren Kindern.


Matthew übernahm monatelang die Elternrolle für seine beiden Geschwister William und Amos, nachdem beide Eltern an Aids gestorben waren. Jetzt darf er wieder eine Schule besuchen und ein ganz normales Kind sein- und er lächelt wieder!


George, den aller Kinder liebevoll "Daddy" nennen, nimmt sich für jeden einzelnen seiner Schützlinge Zeit und kümmert sich um kleine und große Alltagsprobleme- wie hier z.B. um die Hausaufgabenverbesserung von Veronicah. Wie der restliche Stapel vermuten lässt, ist Veronicah's Heft nicht das einzige...


Unser Nesthäkchen Amos (einer der beiden Brüder von William). Die Narbe an seiner Stirn ist nur ein kleines äußeres Zeichen seiner Vergangenheit auf der Straße. Ein ganz besonderes Highlight für ihn- wie für alle Kinder- Süßigkeiten: Smarties haben es ihm angetan!


Hier drei unserer "outreach children". Sie kommen nur am Wochenende zu Wajibu wetu, um dort mit Essen, Kleidung, Medizin versorgt zu werden, weil die Mutter (oder ein anderer Verwandter, der sich um die Kinder kümmert) nicht in der Lage ist, sich sieben Tage die Woche um diese Grundbedürfnisse zu kümmern. Der "Bretterverschlag" im Hintergrund zeigt, dass diese Kinder wirklich ärmlichst "hausen"- sie haben nicht einmal Stühle und abends (es wird um ca. 18-19 Uhr dunkel und die Kinder kommen nicht vor 16 Uhr aus der Schule) auch kein Licht, so dass es wirklich ein Problem für sie ist, ihre Hausaufgaben zu erledigen- und das ist nur eines ihrer vielen täglichen Probleme...


Martah, die ebenso wie ihre ältere Schwester Mary, keine schöne Vergangenheit hat, ist wieder ein unbeschwertes Mädchen mir einem hinreißendem Lachen. Beide wurden nach dem Tod der Mutter psychisch und physisch misshandelt, bis sich der Onkel ihnen annahm und zu uns brachte!


Hier die Mutter mit ihren Kindern aus dem "outreach programme" (vgl. CIMG3451). So lächelnd wie hier sieht man die Familie selten- der Vater wurde auf der Autobahn von einem Auto erfasst und getötet. Doch auch sie fühlen sich geborgen und die Mutter weiß sie in guten Händen bei uns.


Extra für uns malten die Kinder kleine Kunstwerke, um ihre Dankbarkeit auszudrücken. Für sie ist es nach wie vor nicht selbstverständlich soviel Hilfe zu erfahren. Obwohl wir auch so viele schöne und unvergessliche Erinnerungen haben, haben die mit viel Liebe gemalten Bilder einen Ehrenplatz bekommen.


Wir haben leider auch die nicht so schöne Seite des Landes gesehen und "besuchten" einen (von unzähligen) Slums außerhalb von Nairobi. Trotz der großen Armut und des unbeschreiblichen Leids begegnen einem die Menschen mit soviel Herzlichkeit und Gastfreundschaft- unglaublich! Auch- und gerade- die Kinder haben immer einen Lächeln übrig und freuen sich, die "musungi" (Bezeichnung für uns Weißen) zu sehen.


Der große Treffpunkt für die ganze gemeinde ist am Sonntag nach dem Gottesdienst. Dort durften wir die Oma von zwei weiteren unserer "outreach children" kennenlernen und uns mit ihr unterhalten. Sie ist froh, ihre Verantwortung wenigstens teilweise an Wajibu wetu (der Name ist wirklich Programm!) abgeben zu können und sich keine Sorgen machen zu müssen, wie bzw. ob sie ihre Enkel ernähren kann.